Tibetische Medizin

Die Tibetische Medizin ist ein Jahrtausende altes Medizinsystem, das von der Philosophie des Buddhismus geprägt ist und den Menschen als Ganzheit von Körper, Geist und Seele erfasst.

Die Grundlagen der Tibetischen Medizin bilden die drei Körperenergien Wind (Lung), Galle(Tripa) und Schleim (Bedken). Die drei Körperenergien sind bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt und bilden dessen Persönlichkeit.

  • Die Windenergie (Lung) ist der Träger des Bewusstseins. Sie ist die Verbindung zwischen Körper und Geist.
  • Die Gallenenergie (Tripa) ist verantwortlich für die Hitze im Körper, sie ist zuständig für die Verdauung, die Körpertemperatur und das Blutsystem.
  • Die Schleimenergie (Bedken) ist eine kalte Energie, die für die Körperflüssigkeiten und das Lymphsystem zuständig ist. 

Sind diese drei Energien im Gleichgewicht, erfreuen wir uns einer guten Gesundheit. Besteht ein Ungleichgewicht in den Körperenergien, können Unwohlsein, Blockaden und Krankheiten entstehen. Ebenfalls können durch körperliche Über- und Fehlbelastung Verspannungen ausgelöst werden, welche zu Schmerzzuständen führen.


Therapieformen:
Zu den Therapieformen der Tibetischen Medizin zählen:

  • die „richtige“ Ernährung und das „richtige“ Verhalten, welche individuell an die Typologie und das Beschwerdebild der Menschen angepasst werden
  • die Kräuterheilkunde
  • die Tibetische Massage mit den Wärmeanwendungen Tsampa, Horme, Moxibustion, Sand und Steine
  • Akupunktur, der Aderlass und das Schröpfen
  • die Dharma- und Tantrische Medizin, die sich mit dem Geist und dem feinstofflichen Körper beschäftigt,  wird von Lamas ausgeführt.